Die Mannschaft der Abteilung Söflingen

Die regelmäßigen Übungen der aktiven Abteilung finden in den geraden Kalenderwochen statt. Übungsbeginn ist freitags, 19:30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Söflingen. Den aktuellen Übungsplan finden Sie hier.

Der Abteilungskommandant und sein Stellvertreter werden auf fünf Jahre von der Abteilung gewählt. Mit dem Abteilungsausschuss, der ebenfalls auf fünf Jahre gewählt wird, bilden sie die Führung in der Abteilung Söflingen.

  • Abteilungskommandant: Stephan Windeisen
  • stv. Abteilungskommandant: Jürgen Ewert

 

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Das Kernstück einer Feuerwehr sind unbestreitbar die Menschen die darin wirken. Das Interesse für eine gemeinsame Sache lässt sie zusammenkommen und in diesem Sinne wirken. Die Gründe, warum sich jemand dafür entscheidet, einer freiwilligen Feuerwehr beizutreten sind vielfältig. Kameradschaft, technisches Interesse, Spontanität oder die Bereitschaft, Dienst an der Gesellschaft zu leisten sind hierbei Aspekte, die motivieren. Gleichzeitig stellen sie Begriffe dar, welche nur gering dem Wandel der Zeit unterliegen und Generationen von Feuerwehrleuten miteinander verbinden.

Diese Ideologie spiegelt sich auch in der Abteilung Söflingen strukturell wider. So existiert neben der aktiven Mannschaft und der 12-köpfigen Jugendgruppe auch eine Altersabteilung. Dieser Altersabteilung gehören derzeit 32 Mitglieder an, welche zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens aus der Feuerwehr auf mindestens 25 Jahre aktiven Dienst zurückblicken konnten. Die Gründe für ein Ausscheiden aus der aktiven Mannschaft sind jedoch nicht nur altersbedingt, sondern haben neben gesundheitlichen, auch oftmals familiäre Ursachen.

Wie am Verlauf der Mannschaftsstärke der letzten zwei Jahrzehnten aber deutlich erkennbar ist, konnten diese Fluktuationen mehr als kompensiert werden. Neben den wenigen Quereinsteigern garantierte eine solide Jugendarbeit für das Erreichen und den Erhalt einer optimalen Mannschaftsstärke mit einer beachtlichen Kontinuität.

Bei der Betrachtung des Durchschnittsalters der Mannschaft fällt auf, dass dies 2013 durchweg bei etwa 34 Jahren liegt. 1995 war dieses noch bei ca. 30 Jahren. Diee Altersstruktur stellt eine gesunde Mischung aus Jugend und Erfahrung dar.

Zu den Anfangszeiten des Lösch- und Rettungswesens ergab sich die Notwendigkeit, eine militärisch organisierte Feuerwehr zur Sicherung des Brandschutzes einzurichten. Heutzutage stellt sich die Freiwillige Feuerwehr als eine uniformierte Organisation dar, welche zwar hierarchisch aufgebaut ist, aber auf demokratischer Basis ruht. So wählt die Abteilung aus ihren Reihen einen Abteilungskommandanten, dessen Stellvertreter und die Mitglieder des Abteilungsausschusses. Diese gewählten Vertreter bestimmen nun ihrerseits einen Kassenführer sowie den Jugendfeuerwehrwart.

Andererseits existiert aber auch eine klar definierte Rangordnung, weIche dahin gehend ausgerichtet ist, in Einsatzfällen innerhalb der Mannschaft Disziplin zu erreichen. Um in kritischen Situationen als taktische Einheit effektiv arbeiten zu können, muss im Vorfeld der Aufgabenbereich des einzelnen Feuerwehrmannes festgelegt sein.

Der Einsatzbereich der Abteilung Söflingen

Der Stadtkreis Ulm unterteilt sich in 14 Einsatzbereiche. Wie aus vorausgegangener Abbildung ersichtlich, ist in fast jedem Stadtteil von Ulm eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr präsent. Der Einsatzbereich Söflingen, für den die Abteilung Söflingen primär zuständig ist, erstreckt sich westlich der Bundesstraße B10 und umfasst die Gebiete Weststadt, Söflingen, Kuhberg, Roterberg, Lindenhöhe, Galgenberg, Eselsberg und das Lehrer Tal. Dieses Gebiet repräsentiert eine bebaute Fläche von ca. 12 qkm, auf der in ca. 25.000 Haushalten ca. 50.000 Menschen leben.

Industrielle und gewerbliche Ansiedlungen im größeren Stil konzentrieren sich auf die Ulmer Weststadt, das Gebiet Blaubeurer Straße und das Gewerbegebiet Söflingen. Zwei Betriebe im Zuständigkeitsbereich unterliegen der Störfallverordnung.

Nach FwDV 500 sind die Gefahrengruppen IA, IIA, IB, IIB, IC, IIC und IIIC vorhanden. Die Bedeutung des Rangier- und Güterbahnhofs Ulm, dessen Gebiet vollständig auf dem des Einsatzbereichs Söflingens liegt, ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Trotzdem werden Gefahrgüter (u.a. Kraftstoffe, Flüssiggase, Grundchemikalien) in großen Mengen weiterhin mit der Bahn transportiert und im Bahnhof rangiert. Ebenfalls im Einsatzgebiet der Abt. Söflingen liegen die Kraftwerke der Fernwärme Ulm, die einen großen Teil der Fernwärmeversorgung für das Stadtgebiet Ulm sicherstellen. Dort werden große Mengen der Brennstoffe Biomasse, Kohle, Öl gelagert bzw. verbrannt. Landwirtschaftliche Anwesen hingegen sind praktisch keine mehr anzutreffen.

Der Charakter der Wohnbebauung umfasst die eng beieinanderliegenden Gebäude im Kerngebiet Söflingens (früheres Clarissenkloster) über die Siedlungen und Bauten des sozialen Wohnungsbaus aus den Jahren 1950-1960 bis hin zu den Neubaugebieten Gleißelstetten, Fünf-Bäume-Weg, Roter Berg und Eselsberg. Passivenergiehäuser und Wärmedämmverbundfassaden können im Brandfall zu überraschenden Brandphänomenen führen, auf die die Feuerwehr vorbereitet sein muss. Die Löschwasserversorgung im Zuständigkeitsgebiet der Abteilung Söflingen ist weitestgehend durch das städtische Trinkwassernetz sichergestellt. Selten tritt die Notwendigkeit ein, Wasser aus offenen Gewässern zu entnehmen. Trotzdem ist die Blau im Bereich der Weststadt ein wichtiges Gewässer, das dazu verwendet werden kann, die über den Grundschutz hinausgehende Löschwasserversorgung auch für große Wassermengen sicherzustellen. In Kombination mit dem Löschwasserfördersystem des Abrollbehälters Löschwasserförderung der Feuerwehr Ulm ist dadurch im Bereich der Weststadt die Wasserversorgung auch bei Großbränden sichergestellt. Das Straßennetz im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Söflingen ist typisch für das einer Stadt wie Ulm. So gewähren im Einsatzfall die Hauptverkehrsadern ein rasches Überwinden von größeren Entfernungen. Diese Straßenführung und die geradezu ideale Lage der Söflinger Feuerwache wirkt sich positiv auf die Ausrücke- und Eintreffzeiten der Abteilung Söflingen aus. In Zukunft muss aber darauf geachtet werden, dass diese Hauptverkehrsstraßen weiterhin rasch für Einsatzfahrzeuge befahrbar bleiben und Maßnahmen zur Verkehrsregulierung trotzdem ein rasches Vorankommen der Einsatzkräfte (im Privatfahrzeug zur Feuerwache und mit dem Einsatzfahrzeug zur Einsatzstelle) weiterhin zulassen. Eine verwinkelte Straßenführung ist in der Regel nur in der Nähe des Einsatzortes anzutreffen. Nicht nur in den eng bebauten Kernbereichen, sondern auch an mancher Stelle der Neubaugebiete ist die Wendigkeit einer Drehleiter mit Hinterachszusatzlenkung extrem hilfreich. Hinsichtlich der Topografie sollte erwähnt sein, dass im Löschbezirk Söflingen Höhendifferenzen von bis zu 120 m auftreten. Hier hat sich der Allradantrieb des LF 10/6 bewährt. Bei schwierigen Witterungsverhältnissenkann dieses Fahrzeug dann alternativ im Erstangriff eingesetzt werden.